Freimaurer

Freimaurerei

Was ist das eigentlich genau?

 

Freimaurertempel

Freimaurertempel

Zu dieser Frage wird immer wieder Hilfreiches und Interessantes gesagt und geschrieben, sowie desöfteren auch, meist aufgrund fehlender Information, weniger Aufschlussreiches.

Nur, wie kann man das Eine vom Anderen unterscheiden? Am besten ist, Sie bilden sich eine eigene Meinung.

Eine umfassende und interessante Übersicht zum Thema Freimaurerei finden Sie auf den Internet-Seiten der Großen National-Mutterloge “Zu den drei Weltkugeln” oder bei den Vereinigten Großlogen von Deutschland (VGLvD)

Nachfolgend haben wir einige der häufigsten Fragen (und Antworten darauf) zusammengefasst:

  • Wer kann Freimaurer werden?
    Die Freimaurerei steht jedem Manne offen.
  • Was ist eine Freimaurerloge?
    Eine enge brüderliche Vereinigung.
  • Was will die Loge den Brüdern Freimaurer sein?
    Ein Ort der Besinnung, der Zuflucht aus dem Getriebe des Alltags, eine Stätte, wo der Bruder menschliche Geborgenheit in brüderlichem Verständnis findet.
  • Ist die Freimaurerei ein Geheimbund?
    Nein. – Die Logen sind eingetragene Vereine mit behördlich genehmigten Satzungen und demokratisch gewählter Leitung.
  • Gibt es für Freimaurer eine Schweigepflicht?
    Die Freimaurerei hat Symbole und symbolische Gebräuche. Hierüber spricht der Freimaurer nicht, da nur die Teilnahme und das Erleben deren Verständnis erschließen (”Man sieht nur mit dem Herzen gut [...]“).
    Der Freimaurer schweigt auch über das, was ihm sein Bruder anvertraut.
  • Wozu dienen die Symbole und symbolischen Gebräuche?
    Durch diese besondere Lehr- und Übungsweise werden den Brüdern die zeitlosen sittlichen Werte vermittelt, die Grundlage der Freimaurerei sind.
  • Welches sind die sittlichen Grundlagen der Freimaurerei?
    Bruderliebe, Nächstenliebe, Menschlichkeit und Toleranz.
  • Wie steht die Freimaurerei zur Religion und zur Kirche?
    Der Freimaurer erkennt im Weltenbau, in allem Lebendigen und im sittlichen Bewusstsein des Menschen einen höchsten Schöpfergeist. Die Freimaurerei tastet kein kirchliches Dogma an, sie macht sich aber auch keines zu eigen.
    Dem Bruder wird kein Glaubenszwang auferlegt.
  • An wen wendet sich die Freimaurerei?
    An Menschen, die nach Höherem streben, als nach nach materiellen Gütern. An Menschen, die in geistigem und sittlichem Wachsen eine Bereicherung ihres Lebens suchen.

Nach dem theoretischen Einblick haben Sie Lust auf mehr?

Auf der Seite “Interesse?” geben wir Ihnen eine Übersicht, wie Sie mehr erfahren können. Oder Sie kommen einmal zu einem unserer Gästeabende. Die Termine finden Sie hier.

Natürlich können Sie Ihre Fragen oder Kommentare auch direkt an uns richten. Wir bemühen uns, Ihnen die bestmögliche Information zukommen zu lassen.
Schicken Sie einfach eine Nachricht über das Kontaktformular oder eine eMail an hallo@bluecher.org oder rufen Sie uns an: 030-786 4016 (U. Seidler).


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“Was um alles in der Welt”,

so wird sich der geneigte Leser fragen, “hat eine Freimaurerloge mit einem veritablen preußischen Feldmarschall zu tun?”

 

Blücher von Wahlstatt

Gebhard Leberecht von Blücher

Nun, zum Einen war Gebhard Leberecht Fürst Blücher von Wahlstatt ein bekannter Kriegsheld. Sie erinnern sich? – “Ich wünschte, es wäre Nacht oder die Preußen kämen”, flehte der arg vom großen Korsen bedrängte Wellington 1815 auf dem Schlachtfeld von Waterloo. Und der alte Marschall Vorwärts kam mit seinen wackeren Preußen, spät – aber gewaltig. Vereint konnten die nun verbündeten Heere einen endgültigen Schlussstrich unter das Kapitel Napoleon ziehen.

Diese und andere Leistungen aus den Befreiungskriegen ließen den gebürtigen Rostocker schnell zu einem beliebten und geehrten Volkshelden avancieren. Auch nach seinem Tode 1819 verblasste sein Ruhm nicht. Ganz im Gegenteil: Seinen Ruf als tapferer Haudegen konnte Blücher bis heute bewahren. So wird er immer noch als Ehrenbürger der Freien Hansestadt Hamburg geführt und war gar einer der Nominierten der ZDF-Reihe “Wer ist der größte Deutsche?”. Doch die Meriten, die er sich als Feldherr erwarb, spiegeln nur eine Seite der Persönlichkeit Blüchers wider.

Als leidenschaftlicher Freimaurer kämpfte er für die Abschaffung der barbarischen Strafen im Heer, für die allgemeine Wehrpflicht sowie für humane Militärreformen. Hier schließt sich auch der Kreis zu unserer eigenen Geschichte. Kurz nach Blüchers Tod im September 1819 waren in Luxemburg stationierte preußische Offiziere auf der Suche nach einem Namensgeber für die im Entstehen befindliche Militärloge. Was lag also näher, als den just verschiedenen Kriegshelden und Freimaurer zum Namenspatron zu küren. Diesem Ansinnen entsprach das “Altschottische Directorium der Großen National-Mutter-Loge Zu den drei Weltkugeln” am 19. Februar 1821. Augenscheinlich hatten die etwas ungeduldigen zukünftigen Blücherbrüder schon eher mit dem positiven Bescheid gerechnet, denn das vorab gefertigte Bijou, “ein über Kriegsarmaturen schwebendes Johanniterkreuz mit dem Brustbilde Blüchers” trägt die Jahreszahl 1820.

Die Tatsache der mit ‘dt’ eigentlich falschen Schreibweise des Namens des ehrwürdigen Kriegshelden focht die Blücherbrüder dann auch nicht mehr an. In preußischer Sparsamkeit ließen sie es eben so, wie es war. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich die Loge noch immer auf dem Territorium Luxemburgs und verlegte erst danach ihren Sitz in den Orient Charlottenburg (damals noch nicht Berlin).

Interessant ist, dass – so belegen es alte Mitgliederverzeichnisse im Logenarchiv – viele Mitglieder Offiziere und darüber hinaus aus verschiedenen europäischen Armeen stammten. In der Gegenwart ist allerdings kein Mitglied der Loge “Blücher von Wahlstadt” mehr aktiver Soldat. Die einzige Reminiszenz an den alten Haudegen und die kriegerische Vergangenheit mag die Tatsache sein, dass Blücherbrüder stets etwas streitlustiger als alle anderen sind …

 


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